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Rauma. Ein Fluss als Statement.

Ein Fluss, ein Tal, ein stiller Aufschrei in der Landschaft. Zwischen steil aufragenden Wänden windet sich das Wasser wie ein nervöser Gedanke durch das Romsdalen – manchmal ruhig, fast nachdenklich, dann wieder tosend, als hätte es etwas vergessen und müsste sich beeilen, es nachzuholen.



Die Berge drumherum: senkrecht, schroff, unhöflich. Trollveggen – Europas höchste senkrechte Felswand – schaut herab, als wolle sie sagen: Na, traut ihr euch? Spoiler: Nein.

Und doch führt hier eine Bahnlinie durch, wie eine Narbe, die jemand mit viel Trotz und noch mehr Dynamit ins Gestein geritzt hat.


Das Wasser? Keine Einladung zum Baden. Ein stürzender Wahnsinn, der sich in silberner Wut die Klippen hinunterwirft, als wolle er sich selbst zerschmettern, um endlich Ruhe zu finden.

Hier hat sich Norwegen offenbar gedacht: Lasst uns ein Tal bauen, das alles will – nur keine Menschen.

Und genau deshalb ist es so schön.

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