Trondheimfjord - Durststrecke
- Gregor Hilbrand
- 7. Aug.
- 1 Min. Lesezeit
1400 Höhenmeter auf 110 Kilometern – das klingt nach einem Pass. Ist aber keiner. Kein Gipfelschild, kein stolzer Moment, nur ständiges Auf und Ab, wie die Laune eines nassen Labradors. Die Straße windet sich nicht heroisch den Berg hinauf, sondern zickig durchs Gelände, als hätte sie persönlich was gegen Beine.
Und während man so von Kuppe zu Kuppe rollt – immer im Zwielicht zwischen Hoffnung und Schweiß – meldet sich ein ganz anderes Problem: Durst. In einem Land, das von Wasser überquillt, ist Trinkbares rar. Tankstellen? Vielleicht vor drei Tälern. Supermärkte? Im nächsten Leben.
Aber immerhin: Die Fähren – majestätisch, effizient, und für Radfahrer gratis. Ein kleines Wunder, wenn man dem verdursten nahe ist. Norwegen – wo man viel Wasser sieht, aber keins kriegt. Und wo man 1400 Höhenmeter macht, ohne je oben gewesen zu sein.
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